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Lila Saphir-Ohrringe aus der Kollektion „Budapester”
Saphire, Mondsteine, Roségold, Sterlingsilber, Kupfer

Diese Ohrringe aus Roségold, Sterlingsilber und Kupfer sind Teil der Kollektion „Budapester“ und interpretieren die Ästhetik des gleichnamigen Schuhklassikers in einer feinen Goldschmiedearbeit. Die kissenförmigen Hauben der Schmuckstücke sind mit einem Pavé aus lilafarbenen Saphiren ausgefasst. Darunter schwebt ein anthrazitfarbener Mondstein in einer Fassung aus patiniertem Kupfer. Durch die spezielle Patinierung geht das samtige Dunkelgrau des Edelsteins optisch fließend in das Metall über. Eine umlaufende Kugelreihe fasst das Arrangement ein und zitiert als prägendes Designelement die charakteristische Rahmennaht des Budapester-Schuhs.

Die Linie eines Klassikers
zwischen Eisblüte und Mondschein

Es gibt Dinge, die man eigentlich nicht anrührt, weil sie in ihrer Art bereits vollkommen sind. Der „Budapester“ ist so ein Monument: maskulin, geerdet, ein Synonym für festen Schritt und Charakter. Doch was geschieht, wenn man dieser Schwere das Gewicht nimmt und ihr Flügel verleiht?
Dann entsteht ein Schmuckstück, das mit den Geschlechtern spielt. Oben fängt ein Kissen aus Saphiren das Licht der Dämmerung ein, ein violettes Flüstern, weit entfernt von jeder Aufdringlichkeit. Darunter jedoch geschieht die eigentliche Verwandlung. Der anthrazitfarbene Mondstein ruht nicht in kühlem Edelmetall, sondern in patiniertem Kupfer. Diese Fassung ist eine optische Täuschung der schönsten Art: Sie wirkt weich, warm und organisch, als wäre der Stein tatsächlich in altes, kostbares Leder gekleidet. Der feine Kugelfaden, der alles umschließt, ist das rhythmische Echo der berühmten Rahmennaht. Er hält die Komposition zusammen. Das Auge erwartet Leder, die Hand fühlt kühles Metall, und der Geist freut sich über die kleine Täuschung. Ein Schmuckstück, das beweist: Charakter braucht nur die richtige Form.

Fragen an Uli Milz

Das gefangene Licht der Nacht

Die meisten Edelsteine sind Spiegel. Sie nehmen das Licht, zersplittern es und werfen es laut zurück. Wer den Mondstein betrachtet, sieht etwas viel Selteneres: Mondstein hat keine harte Oberfläche, sondern eine Tiefe, die sich ständig bewegt. Physiker nennen dieses Phänomen „Adulareszenz“, den bläulich-weißen Schimmer, der wie ein geisterhafter Schleier über den Stein gleitet, sobald man ihn bewegt. Doch die alten Römer hatten eine schönere Erklärung. Sie glaubten, dieser Stein sei aus gefrorenen Mondstrahlen entstanden. Und tatsächlich wirkt er nicht wie Materie, sondern wie ein gefangener Zustand: Wie Nebel über einem nächtlichen See oder das erste Licht der Dämmerung. Der Mondstein ist der Stein der Intuition und des Gefühls. Er ist weicher als der unerbittliche Diamant und verlangt daher nach einer gewissen Zärtlichkeit im Umgang. Er ist niemals aggressiv, sondern immer einhüllend. In der Ära des Art Déco und Jugendstils wurde er verehrt, weil er das Geheimnisvolle über das Plakative stellte. Mondstein zu tragen, ist ein Bekenntnis zur Sanftheit. Er ist Schmuck für Menschen, die wissen, dass die wahre Kraft oft nicht im lauten Rufen liegt, sondern im stillen Leuchten. Ein Stein, der sich nicht aufdrängt – aber den, der ihn einmal wirklich gesehen hat, nicht mehr loslässt.

Ein Stück Himmel in der Hand

Wenn Farben einen Charakter hätten, wäre Rot der ungestüme Draufgänger. Das Blau des Saphirs jedoch wäre der Philosoph. Seit Jahrtausenden zieht dieser Stein die Menschen an. Nicht weil er blendet, sondern weil er beruhigt. In der Antike gab es den schönen Glauben, die Erde selbst ruhe auf einem gigantischen Saphir, dessen Glanz sich im Himmelszelt widerspiegelt. Wer diesen Stein trägt, trägt also immer auch ein Stück Unendlichkeit mit sich. Doch lassen Sie sich von seiner sanften, samtenen Anmutung nicht täuschen. Der Saphir ist ein Stoiker. Als Korund ist er nach dem Diamanten der härteste Edelstein der Welt. Er ist kein fragiles Schmuckstück für die Vitrine, das man mit Samthandschuhen anfassen muss. Er ist gemacht für das echte Leben, widerstandsfähig und beständig. Genau dieser Kontrast macht ihn so faszinierend: Außen eine Farbe von weicher, fast melancholischer Tiefe, innen eine unverwüstliche Struktur. Während andere Steine nervös funkeln, besitzt der Saphir eine souveräne Gelassenheit. Vielleicht gilt er deshalb als Stein der Treue und der Wahrheit. Denn die Wahrheit ist selten grell. Sie ist ruhig, tief und von einer Beständigkeit, die die Zeit überdauert.

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